Donnerstag, 15. Januar 2015

Ich kauf mich HAPPY/ J´attendrai le suivant

Hallo,

ich habe zwei Kurzfilme rausgesucht. Zum einen „Ich kauf mich HAPPY“:
https://www.youtube.com/watch?v=ZbWRvJ2XuWQ
sowie http://wikis.zum.de/zum/J%27attendrai_le_suivant  
(hierzu gibt es direkt eine Seite, wo ich den Film gefunden habe, wo ihr noch einige andere Filme für den Ethikunterricht findet: http://wikis.zum.de/zum/Kurzfilme_im_Ethikunterricht)
Beide sind einsetzbar im Lernbereich 3: Das Phänomen Liebe in der 9.Klasse, der erste wäre aber auch denkbar für den Wahlpflichtbereich 3 der Klasse 8: Die Macht des Konsums oder (in Bezug zum Titel) Klassenstufe 6, Wahlpflicht 3: Glück. Wobei ich letzteres stark in Klammern setzen würde, da man das Thema Glück auch anders für eine 6.Klasse aufbereiten kann. Aber Klasse 8 und 9, wo die ersten Beziehungen beginnen und Konsumbewusstsein entwickelt wird, erscheinen mir sinnvoller. Der Film nutzt schon unterschiedliche Mittel um Realität und Traum zu unterscheiden (echte farbige Figuren und gezeichnete schwarz weiße Gegenstände), arbeitet mit verschiedenen Kamerasituationen und typischen Figuren (Bezug zu Deutsch möglich: Faust: Pakt mit dem Teufel). Ich kann mir sehr gut vorstellen, nach einer Filmanalyse mit den SuS Fragen zu bearbeiten, die ihre Lebenswelt abdecken, d.h. was bedeutet für sie Konsum, stimmen sie der Aussage zu, dass Liebe/ Freundschaft wichtiger ist u.a., worauf muss man achten (sensibilisieren). Für diejenigen unter euch, die Rollenspiele mögen, ist hier auch Potential kreativ damit zu arbeiten.

Den zweiten Film, der in Französisch mit englischem Untertitel läuft, habe ich deshalb gewählt, weil mein Erstfach Französisch ist und ich so ab und an auch mal schaue, was man an bilingualen Schulen einsetzen kann. Das Sprachverständnis müsste aber auch an einer deutschsprachigen Schule ausreichen ;) Zumal die flirtenden Blicke zwischen den Protagonisten, die entnervten Gesichter des unglücklich verheirateten Mannes und die Enttäuschung der Frau am Ende auch ohne Worte verständlich sind. Ähnlich wie beim ersten Film, können Fragen zu Empfindungen gestellt werden, mögliche Reaktionen und eine Auswertung des „Sketches“.

Stimmt ihr mir so weit zu? Gibt es weitere Anregungen, um mit den Beispielen zu arbeiten? Oder findet ihr sie eventuell gänzlich ungeeignet?

Kommentare:

  1. Hallo Anouk!

    ich halte den ersten Kurzfilm für geeignet einer achten Klasse zu zeigen. Du hast ihn eingeordnet zum Wahlpflichtbereich "Macht des Konsums", und meiner Meinung nach passt er in diese Thematik gut rein. Es geht ja hauptsächlich darum, möglichst viele Dinge auf einmal neu zu kaufen und eben um die ganzen Verlockungen, die einem angeboten und schön geredet werden.
    Das Paar in diesem Film ist noch sehr jung und ich denke dadurch finden die Schüler und Schülerinnen ganz gut einen Bezug zu ihnen. Die dargestellten Dinge, die gekauft werden, sehen auch modern, ansprechend und aktuell aus. Ich denke also, dass der Film in dieser Richtung viel Potenzial hat.
    Er spielt auch mit verschiedenen Elementen, ich finde zum Beispiel die schwarz-weiß gezeichneten Gegenstände super (sie sind da, aber irgendwie nicht ganz real - als ob sie dem Pärchen doch nicht richtig gehören…) oder die Verlaufskurve die sich während des Gesprächs bewegt. Das alles stellt die Aspekte zum Konsum, Kaufen, Kredit aufnehmen usw. gut und für SuS ansprechend dar.

    Ich denke also, dass man das Thema "Macht des Konsums" damit auf jeden Fall einführen kann. Auch die Fragestellungen die du in deinem Post aufgestellt hast finde ich passend: ein wichtiger Aspekt ist sicher, die SuS zu fragen wie wichtig für sie Besitz ist und bestimmte Marken. Und mit dem Ende des Films lässt sich dann gut verbinden, wie wichtig wiederum zwischenmenschliche Beziehungen wie Liebe und Freundschaft für die SuS sind.

    LG

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  2. Hallo anouk,
    den Kurzfilm 'Ich kauf mich HAPPY' habe ich mir gerade mit Freude angesehen.
    Ich denke er bietet zahlreiche Ansätze, die interessant für den Ethikunterricht sein könnten. Er könnte als thematischer Einstieg dienen, um Überlegungen anzustellen, woher die viel materiellen Wünsche überhaupt kommen. Vielleicht kann dann auch so weiter gegangen werden, dass man Alternativen zum Kaufen sucht und überlegt, was man wirklich braucht, um zufrieden zu sein. (Nur um dein Spektrum noch zu erweitern)
    Aber auch die filmästhetische Ebene bietet viel Diskussionsstoff, beispielsweise könnte überlegt werden, warum Handyverkäufer, Bankberater und die Figur „Die Gier“ vom gleichen Schauspieler dargestellt werden. Ebenfalls eine Beschäftigung wert sind die von dir bereits genannten Mittel um Traum und Wirklichkeit darzustellen.
    Klassenstufe und Lernbereich würde ich gleich einordnen. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, den Kurzfilm selber zu verwenden. Vielen Dank also für die Vorstellung. :)

    Moosplantage

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