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Dienstag, 13. Januar 2015

Man lebt nur einmal... oder doch nicht?

Eine oft gestellte Frage beschäftigt auch mich öfters: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Bekommen wir eine zweite Chance? Oder folgen Leere und das häufig gefürchtete 'schwarze Loch'?

Der folgende Kurzfilm wurde meinerseits aus aktuellem Thema gewählt. Soll es provozieren oder verdeutlichen, beschönigen oder erklären - all das liegt auch hier wieder im Auge des Betrachters bzw. Lesers, wie in diesem Falle.

Man lebt nur zweimal - ein islamischer Kurzfilm

 
Es zeigt einen Jugendlichen. Einen Menschen, wie du und ich. Er unterscheidet sich, wie schnell deutlich wird, lediglich durch seinen Glauben von einem Großteil unsererseits. 

Der Film gibt in seinen knapp 5 Minuten einen Einblick in die islamische Lehre über das Leben nach dem Tod in praxisnaher Darstellungsweise. Anders als bei der christlich-theologischen Variante, in der gesagt wird, dass nach dem Tod jegliche menschliche Existenz endet, befasst sich der Islam mit dem Tod als Anfang eines neuen Lebensabschnittes.

Einsetzbar wäre dieser kurze medienorientierte Ausflug in den Lernbereich 2 zum Thema 'Islam'. Er könnte provokativ (bezogen auf den momentan in unseren Reihen präsenten •Terror•), aufklärend oder ergänzend wirken.

Meiner Meinung nach zeigt er eine Menge Potential - eben genau wegen der jugendnahen Darstellung der Thematik. Scrollt man thematisch bei YouTube weiter, so entdeckt man noch mehr Kurzfilme, welche thematisch in den von mir genannten Lernbereich passen würden.
Jedoch liegt es im Endeffekt an jedem selbst, wie und womit er seinen Unterricht gestaltet - das wäre jedoch schon mal ein guter Anfang.

Grüße
- Pitri2004

Sonntag, 14. Dezember 2014

Filme im Unterricht

Im Seminar wurde bereits eine Nutzung von vielen - durchaus neuen - Medien im Unterricht angesprochen und angeregt diskutiert. Der Schwerpunkt der letzten sowie der nächsten Sitzung ist hingegen ein Medium, das schon länger im Schulalltag angekommen ist - der Film. Lehrvideos wurden zu meiner Schulzeit vor allem in Biologie oder Chemie verwendet und auch historische Ereignisse konnten in Geschichte durch Auszüge von Spielfilmen lebendig gemacht werden. Allerdings bin ich der Meinung, dass dieses Medium eine bessere „Betrachtung“ verdient hat. 
Fast selbstverständlich achten wir beim Einsatz von Computerspielen, Blogs oder Internetrecherchen auf einen guten Umgang der Schüler mit diesen Medien. Filme dienen jedoch oft nur als unterhaltsame Wissensvermittler. 

Das Bewusstsein für die Kunstform Film ist meines Erachtens ein wertvoller Teil der Medienkompetenz. Im Unterricht sollte deshalb wenigstens ein kleiner Teil auf den Bereich „Filme sehen lernen“ entfallen. Wie lässt sich der Inhalt unter Berücksichtigung der stilistischen Mittel deuten? Welche Details fallen jedem einzelnem besonders auf? Wie wirkt eine Szene ohne Musik? 
Ähnlich wie im letzten Seminar könnten Gruppen mit unterschiedlichen Beobachtungsschwerpunkten gebildet werden. Anschließend ist eine Analyse der Funktion von filmischen Mittel wie Einstellungsgrößen, Perspektiven, Dramaturgie, Tongestaltung und Montage sinnvoll. Gegebenenfalls können danach sogar Inhalte verändert wahrgenommen werden. 
Des Weiteren kann man auch Drehbücher für eine Filmanalyse verwenden. Einige Drehbücher sind als PDF frei im Internet zu finden. Im Sinne des fächerverbindenden Unterrichts können natürlich englische Stücke gesucht werden. Hier zwei Links dazu: 


Wer nicht nur analysieren lassen möchte, kann die Schüler auch selbst einen Film drehen lassen. Bei dieser Aufgabe müssen sie sich immerhin eigene Gedanken zur Gestaltung machen.

Vielleicht habt ihr ja Ideen oder Anregungen in welcher Klassenstufe oder in welchem Themengebiet ihr darauf zurückgreifen würdet!

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Moses und die Wüste der Wunder

Mein heutiger Post basiert auf eigenen Erfahrungen in einer 6. Klasse, die ich mit einem Hörbuch über die Mosesgeschichte im Ethikunterricht erfahren durfte.

Quelle: Amazon




Meine damalige Mentorin stellte mir, um den SuS die Mosesgeschichte auditiv begreifbarer zu machen, eine CD von Karlheinz Koinegg zur Verfügung, welche ich dankend in meinen Unterrichtsablauf eingebunden habe.


"Ich erinnere mich der Alten Tage, und über die Urzeit sinne ich nach ..."
So könnte ein Märchen aus 1001 Nacht beginnen. Und ein Märchen aus 1001 Nacht ist die Geschichte des Moses tatsächlich. Von einem Kind erzählt sie, das im Schilf ausgesetzt wird, um im Glanz des ägyptischen Pharaonen hofes [sic!] aufzuwachsen. Von einem Stotterer, der mit Gott "wie mit einem Freund" spricht. Von Zauberern, die Stöcke in Schlangen, Staub in Mücken und Wasser in Blut verwandeln. Brot, das vom Himmel regnet, Meere, die sich teilen, wandernde Säulen aus Feuer - und das sind noch die kleinsten Wunder! Denn schon als Moses in der Bergeseinsamkeit die Stimme Gottes aus dem Dornbusch hört, begreift er, dass das allergrößte Wunder unsichtbar ist. Und dieses unsichtbare Wunder gibt ihm einen unmöglichen Auftrag - einen Auftrag, der die Welt verändern wird."
(hoerspiel-freunde)


Aus Zeitgründen, und das ist bekanntermaßen häufig ein Problem des Ethikunterrichts, konnte ich das Hörbuch nur in kleinen Abschnitten vorspielen.
Ich begrenzte mich bewusst und nur zur auditiven Untermalung auf die Szene, in der Moses das Meer teilt, um mit seinem Volk hindurchzugehen. Es muss angemerkt werden, dass die SuS bereits vor dem Hörbeispiel mithilfe eines Arbeitblattes ein Bild der Situation bekamen, welches jedoch durch die Stimmgewalt der verschiedenen Klangkörper im Hörspiel untermalt und für die SuS somit greifbarer wurde. (Um kurz reinhören zu können klicke hier)

Grundlegend ist, m. E., ein Hörspiel gut, um die SuS zum Fantasieren anzuregen und ihnen ein anderes Bild einer Situation vermitteln zu können. Konfliktsituation, aber auch Trauer, Wut und andere Emotionen, können mithilfe von Tönen, Stimmfarbe und Effektmomenten einen Text beispielsweise wiederholen und bekräftigen, aber auch zu schülerorientierten Diskussionen anregen (Warum wurde das in dem Hörspiel so dargestellt und wieso hätte ich das anders gemacht? Ist die Darstellung übertrieben/ untertrieben?).

Meine Bedenken beim Umgang mit solch einem Medium liegen insbesondere in der Auswahl und Einbettung in die UE. Wie bereits angesprochen und von so vielen beklagt, hat man als Ethiklehrer sowieso kaum die Zeit sich außerhalb des im Lehrplan vorgeschriebenen Stoffes aufzuhalten. Möglichkeiten zum Einsatz wären eventuell in Klasse 5, Lernbereich 2: Mythen und religiöse Geschichten.

Hat man dann mal einen Moment gefunden, in dem man ein Hörbeispiel einfügen kann, dann ist auch auf die Qualität zu achten, denn nichts ist für die Ohren, in Zeiten von Beats-Kopfhörern und Teufel-Soundanlagen, schlimmer, als verzerrte, metallische Klänge aus einem altertümlichen Radioapparat.