Sonntag, 7. Dezember 2014

MMORPG`s unterstützen den Gleichheitsgedanken


meiner Meinung nach unterstützen MMORPG`s den Gleichheitsgedanken. In den virtuellen Welten dieser Spiele kann jeder sein wie er will. Alle haben die gleichen Bedingungen und handeln unter gleichen Voraussetzungen. Durch die Anonymität wird niemand ausgegrenzt oder gemieden. Allein das spielerische Geschick wird von anderen bewertet. Daraus ergibt es sich, dass zum Beispiel die Außenseiter einer Klasse als solche nicht mehr wahr genommen werden können. Denn niemand weiß, wer sich hinter einem Pseudonym verbirgt. Äußerlichkeiten können nicht in die Bewertung einer Person eingehen und Vorurteile werden aus dem Weg geräumt. Man könnte diesen Gedanken noch ausweiten und im Ethikunterricht thematisieren, dass auch Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen oder religiöser Ansichten gemeinsam für die gleichen Ziele kämpfen, ohne das Unterschiede jeglicher Art eine Rolle spielen. 
Kleiner Nachtrag zu MMORPG`s

Meine Idee für den philosophischen Unterricht: The Walking Dead
Die letzte Seminarsitzung zum Thema MMORPG hat mich zum Nachdenken angeregt. Im Blog wurden schon einige Ängste und kritische Stimmen laut, denen ich mich nur anschließen kann. Allerdings hat mich der Vortrag neugierig gemacht und ich denke, dass es trotz vieler Nachteile auch überwiegende Vorteile gibt.
Im Internet habe ich zum Beispiel gelesen, dass ein norwegischer Lehrer das Adventure „The Walking Dead“ im Ethikunterricht benutzt.
Hierbei müssen die Schüler während des Spiels moralische Entscheidungen treffen und Dilemmata lösen. Außerdem kommen die Schüler beim Spielen ins Nachdenken über sich selbst. Sie grübeln darüber, ob sie sich hätten anders entscheiden sollen und wie sich die Geschichte dann entwickelt hätte. Bevor sich die Schüler im Spiel entscheiden, stimmen alle ab wie es weitergehen soll. Solche Entscheidungen bestehen oft aus der Frage, ob man einen von Zombies infizierten Freund oder Verwandten töten sollte. Natürlich wird jede Entscheidung im anschließenden Unterrichtsgespräch reflektiert und diskutiert.
Anscheinend können sich die Schüler besser in Dilemmasituationen hineinversetzten, wenn sie sie während des Spiels „selbst erleben“. Das Spiel könnte genutzt werden, um Themen wie Gewalt, Verantwortung, Gewissen oder auch Werte und Normen zu bearbeiten.  Außerdem kann durch die gemeinsame Diskussion das ethische Argumentieren geübt werden. Die Schüler werden sich über die Auswirkungen ihrer Handlungen bewusst.

Ich würde gern Eure Meinungen zu Thema lesen und wissen, ob ihr es gut findet, ein so krasses Spiel in der Schule anzuwenden.

Hörmedien - Gerechtigkeit und J. St. Mill

Hallo Leute...
Das Feature, das wir im Seminar angehört haben, fand ich sehr interessant. Besonders gut hat mir gefallen, dass man durch die unterschiedlichen Stimmen immer wieder neu hinzugezogen wird und auf Extra-Teile aufmerksam gemacht wird, wie zum Beispiel ein Zitat. Das belebt das Ganze etwas und regt zwischendurch wieder zum besseren Zuhören an. Gleichzeitig wird man nicht zu sehr von zusätzlichen Geräuschen abgelenkt.

Naja deshalb habe ich mich jedenfalls noch einmal mit der Seite vom BR auseinander gesetzt. Da gibt es wahnsinnig viele interessante Sachen für den Ethikunterricht. Mir ist ein Feature zum Thema Gerechtigkeit aufgefallen. Es heißt "Was gerecht ist, ist nützlich" und dreht sich um John Stuart Mill. Es werden sehr viele biografische Fakten berichtet, die ihn als (modernen) Querdenker interessant machen. Das Thema Gerechtigkeit wird eng mit dem Utilitarismus verbunden, und inwieweit Nützlichkeit und kollektives Glück in Staat und Gesellschaft wichtig sind.
Die Ideen aus diesen vergangenen Zeiten werden aber auch mit aktuellen gesellschaftlichen Problemen verbunden, wie zum Beispiel dem Lokführerstreik.

Das Feature bietet wahnsinnig viele und breit gefächerte Informationen, ich denke man kann es gut einsetzen um SuS einen Überblick über John Stuart Mill und das Thema Gerechtigkeit und Utilitarismus zu geben. Dazu sollte es aber ganz konkrete Aufgabenstellungen geben (zum Beispiel zu Gedanken und Ideen von J. S. Mill), damit die SuS nicht von den vielen anderen Informationen abgelenkt werden. Es ist sicher sinnvoll, während des Features eine oder zwei Pausen einzulegen, damit die SuS nicht abschweifen weil sie so lange nicht aufmerksam zuhören können.
Prinzipiell aber denke ich, man kann sowas mal mit den SuS machen, vor allem um Abwechslung zu schaffen, auch diesen Sinn mal zu schärfen und sie zum genauen Zuhören zu animieren.

Denkt ihr denn auch, dass das sinnvoll ist zu dem Thema? Oder sind zu viele zusätzliche und nebensächliche Informationen zu enthalten, wegen der sich die SuS kaum auf das Wichtige konzentrieren können?

Hört mal rein….
http://www.br.de/radio/bayern2/wissen/radiowissen/ethik-und-philosophie/mill-utilitarismus-dossier100.html

LG

Samstag, 6. Dezember 2014

Hörmedien

Hallo, 
da ich selbst gern Hörbüchern lausche, will ich hierzu noch ein paar ergänzende Fakten darbieten. 
Ehemals für Sehbehinderte konzipiert (Deutsche Blinderhörbücherei in Leipzig 1956  ), werden heute viele Bücher auch als Audioausgaben vermarktet. MP3, Internet und kleine Abspielgeräte begünstigen die einfache Nutzung (versus Schallplatte und Kassette).
Unterschieden wird zwischen Hörbuch und Hörspiel.
Das Hörspiel ist szenisch inszeniert und wird mit Geräuschen und Klängen „Radiotypisch“ untermalt.
Das Hörbuch speichert Texte in Audio-Signale. Im Mittelpunkt sind meist die Stimme des Sprechers und teilweise kleine musikalische Staffierungen.  

Potentiale
- Andere sprechen – teilweise auch mehrere Sprecher
- „Geballte“ Informationen und deren Schematisierung
- Spricht verschiedene Lerntypen an

Nachteile / Probleme
- Bei langen Texten ermüdend / durch Fokussierung auf bestimmte Inhalte Ausblendung des Restes durch Wartezeit
- Teilweise zu viel Material und zu lange Spieldauer
- Bei fehlender Wiederholung die Einmaligkeit des Gehörten 
- Bei unangepasster Nutzung ein Medium zum Vorlesen und Beschäftigung der SuS

Kriterien
Zielgruppe
- Inhalt
- Dauer

Möglichkeiten
- Aufgabenstellungen für den ganzen Text (z.B. Nenne alle Philosophen aus dem Hörbeitrag über Gerechtigkeit.) 
- Hörbuch an bestimmter Stelle pausieren, um zu reflektieren und/ oder Teilfragen zu beantworten
- Cover, Gemälde, Bilder zur einfachen Visualisierung des Gehörten 
- Ordnung durch Zeitgliederung (Aufgabe 1 = Minuten 1 bis 4:34)
- Lückentext
- Möglichkeit einer Eigenproduktion

Weitere Links (alle 5.12.2014):
- Für Studenten: Podcast des Instituts für Medienwissenschaft der Universität Basel  - mit vielen Referaten zum Download zum Thema Mediennutzung http://www.podcast.de/podcast/364739/
- Verschiedene kostenlose Hörbücher lizenzfreier Autoren, z.B. Lessing, Marx, Plotin, Schopenhauers Stachelschweine und bald hoffentlich auch die Nikomachische Ethik, uvm. http://www.riolomedia.de/kostenlos.php
- Eine sehr große Fundgruppe stellt https://librivox.org/ dar. Man kann selber lesen oder hören. Die Vorlese-Qualität ist nicht immer super, aber tolles Prinzip. Vielleicht kann man die SuS für eigene Projekte begeistern. Für den Download  „Librivox Downloader“ in die Suchmaschine eingeben.
- Rousseau http://vorleser.net/rousseau_jean/autor.html
Youtube
- Slub

Anmerkung
Eine höhere individuelle  Lernleistung kann mit dem Kontiguitätseffekt aus Bild und Text beobachtet werden, hier also vertonte Texte. Eine Arbeitsblattnutzung bietet sich daher an. Was bei unsensibler Verbindung jedoch auch zu einer kognitiven Überlastung führen kann.  Generelle quantitative Aussagen halte ich für Quatsch (Lesen 10%, Hören 20%, usw.) Wichtig ist die Aufgabenstellung des Themas und die individuelle Wahrnehmung. (http://www.e-teaching.org/didaktik/gestaltung/visualisierung/ 5.12.2014)

Ergänzungen und Kritik erwünscht. Eventuell können wir zusammen weitere Quellen zusammentragen


Freitag, 5. Dezember 2014

Hörbuch: Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?

Sicherlich haben viele von euch schon von dem Buch Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?“ von Richard David Precht gehört oder sogar gelesen. Dazu wurde auch ein Hörbuch veröffentlicht, welches sich meiner Meinung nach sehr gut in den Ethikunterricht einbringen lässt. Es ist zwar schon einige Zeit her, dass ich es selber auf einer langen Zugfahrt hörte, jedoch kann ich mich gut daran erinnern, dass es mir zu Beginn meines Studiums einen hilfreichen Überblick über verschiedene Philosophen (z.B. Descartes, Freud, Rousseau, Kant, Hauser, Singer etc.), deren Theorien und ethische Fragen bzw. Problemstellungen (z.B. Was ist Wahrheit? Gibt es Gott? Ist Moral angeboren? Was ist Liebe? Was ist Freiheit? etc.) gab. Dabei bringt Precht auch immer wieder psychologische Erkenntnisse ein und regt durch offene Fragestellungen oder Gedankenexperimente zum Weiterdenken an.  
Es scheint zwei Varianten des Hörbuches zu geben (gekürzte Fassung: 4h 40min, ungekürzte Fassung: 12h 48min). Ich hatte die gekürzte Fassung und finde das für den Ethikunterricht auch vollkommen ausreichend, denn die 42 Kapitel sind im Durschnitt jeweils 8 Minuten lang. Obwohl viele Kapitel inhaltlich zusammenhängen oder aufeinander aufbauen, behandelt jedes Kapitel trotzdem einen eigenen Schwerpunkt. Durch diese kurzen Kapitel lässt es sich gut in den Ethikunterricht integrieren. Meiner Meinung nach bietet es sich am besten für Einstiege in neue Themen oder Diskussionen an. Es wäre aber auch am Ende eines Themengebietes als Zusammenfassung denkbar. Allerdings würde ich das Hörbuch wahrscheinlich erst ab Klasse 9 einsetzen, da die Texte zwar verständlich geschrieben bzw. vorgelesen sind, aber teilweise doch recht komplex für jüngere Schüler scheinen.
Entgegen der landläufigen Meinung, dass Hörbücher eher trocken sind, empfand ich dieses als eher spannend und lebhaft vorgelesen. Jedoch widersprechen mir in diesem Punkt die jugendlichen Kinder von Bekannten, welche das Hörbuch im Freizeitgebrauch als langweilig abstempelten. Das macht noch einmal deutlich, dass wir als angehende Lehrer gefragt sind, Hörbücher möglichst sinnvoll aufzubereiten und die Schüler damit nicht überladen dürfen.

 
Falls ihr das Hörbuch kennt, würde mich interessieren, ob ihr es auch im Ethikunterricht verwenden würdet. Wenn ja, ab welcher Klassenstufe? Hat jemand das Buch gelesen oder die ungekürzte Fassung gehört?

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Verantwortungsvoller Umgang mit Onlinespielen

Hallo alle miteinander,

bei der gesamten Thematik der Onlinespiele ist mir aufgefallen, dass ein Aspekt kaum angesprochen wurde, nämlich der verantwortungsvolle Umgang mit solchen Spielen. Obwohl ich während meiner eigenen Schulzeit nicht oft vor dem Computer oder der Playstation gesessen habe, gab es immer wieder Phasen, in denen mich manche Spiele so fesselten, dass ich sie stundenlang spielte bis ich gewonnen habe oder ein Level weitergekommen bin. Es ist nichts Neues, dass einige Schüler dabei den Bogen zwischen dem realen Leben und dem Computerleben nicht spannen können. Besonders heutzutage habe ich oft das Gefühl, dass viele Jugendliche immer mehr in der Onlinewelt versinken. Natürlich will ich das nicht verallgemeinern, denn nicht jeder, der gern ab und zu Rollenspiele im Internet spielt, ist gleich computersüchtig. Trotzdem denke ich, dass diese Thematik auch im Ethikunterricht aufgegriffen werden sollte, wobei es nicht darum geht, Onlinespiele ins negative Licht zu rücken, sondern vielmehr um den verantwortungsvollen Umgang damit.
Dafür könnte man zum Beispiel den Schülern als Hausaufgabe aufgeben, dass sie ein Online-, Computer- oder Playstationspiel ihrer Wahl für eine festgelegte Zeit spielen oder man nutzt eine Unterrichtsstunde im Computerkabinett dafür. In der darauffolgenden Stunde könnten die Gefühle, die die Schüler beim Spielen hatten, diskutiert werden (z.B. Was hat euch beim Spielen motiviert? Wie habt ihr Niederlagen oder Erfolgserlebnisse wahrgenommen? Ist es euch leichtgefallen, nach der vorgegebenen Zeit aufzuhören? etc.). Daraus könnten der Lehrer und die Schüler gemeinsam Gefahren ableiten. Außerdem könnte eine Checkliste erstellt werden, auf der Punkte für einen verantwortungsvollen Umgang mit Computerspielen festgehalten werden. Diese Aufgabe sollte die Schüler auch zur Selbstreflexion anregen.
Zu dieser Thematik gibt es ebenfalls einen Spot von klicksafe.de, der auf der einen Seite zwar amüsant ist, aber trotzdem die Schüler zum Nachdenken anregen kann. Außerdem bietet er einen guten Einstieg für eine Diskussion zu der Frage, ob die sogenannten Gamer tatsächlich ihren Lebensbezug verlieren. http://www.klicksafe.de/ueber-klicksafe/downloads/klicksafe-werbespots/download-wo-lebst-du/

Wie seht ihr das? Würdet ihr diese Problematik auch im Ethikunterricht aufgreifen?